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Landschaftsschutz im allgemeinen und Schutz des Ackerlands im besonderen:
Es tut sich was in der Schweiz - auch im Kanton Bern Mehr dazu im Blog...

Vorschläge der ZHAW für eine nachhaltige Landschafts- und Regionalentwicklung im Oberaargau Demnächst mehr

Harte Linie des Bundesgerichts bei der Zweitwohnungsinitiative Mehr dazu im Blog...

NEU: Chaoten am Cupfinal und die spšte Einsicht der Berner Stadtregierung Mehr dazu im Blog...

Bundesrat will sechs Spuren durchs Bipperamt ziehen. / Mehr dazu...

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Landschaftsschutz im allgemeinen und Schutz des Ackerlands im besonderen:
Es tut sich was in der Schweiz - auch im Kanton Bern

Die Schweiz ist erwacht: Das Volk will die weitere Zersiedelung des Landes nicht mehr hinnehmen. Es geht darum, dass die Leute in unserem Lande zunehmend die Einsicht gewinnen, dass das wirtschaftliche Wachstum gezügelt werden muss.
Die Bevölkerung ist stark gewachsen, und zwar ausschließlich durch Zuwanderung. Die Nachfrage nach Wohnraum ist gestiegen, und der Verkehr auf Bahn und Straße hat massiv zugenommen. Es wird mehr Energie verbraucht, und dies erschwert die Energiewende, die ja jetzt großmehrheitlich befürwortet wird.
Gemeinden und Regionen haben gehofft, durch Bevölkerungswachstum mehr Steuern einzunehmen. Viele Gemeinden haben dabei durch ihre Bautätigkeit ihre Naherholungsgebiete zerstört, so dass die Leute nicht mehr zu Fuß in vernünftiger Zeit ins Grüne gelangen können. Manches Dorf sieht nun auch ziemlich hässlich aus und hat seine Seele verkauft. So ist Lebensqualität verloren gegangen.
Größerer Wohlstand hat diesen Verlust nicht wettgemacht. In der Schweiz tritt das durchschnittliche Einkommen an Ort, der finanzielle Mehrwert ist im wesentlichen nur einer kleinen Minderheit zugeflossen, die meistens nicht in den verunstalteten Dörfern wohnt und ihre Ferien weit weg von daheim verbringt.

Es lohnt es sich jedoch immer noch, Gegensteuer zu geben. Die Zweitwohnungsinitiative, die vor einem Jahre knapp angenommen wurde, wurde von der Stiftung Franz Weber lanciert, also eigentlich von einer Familie. Pro Natura hat es geschafft, dass die Eidgenössischen Räte als Gegenvorschlag ein Gesetz ausarbeitete und annahmen, welches die Ziele der Volksinitiative erfüllt. Im Kanton Zürich, der mehrheitlich bürgerlich geprägt ist, hat das Stimmvolk überraschend die Kulturinitiative der Grünen angenommen. Nun sind die FFF, die Fruchtfolgeflächen, die nicht eingezont sind, der Überbauung endgültig entzogen. Der Schritt erfolgt reichlich spät, aber besser spät als nie.

Nun hat auch im Kanton Bern die LOBAG, welche 12'000 Bäuerinnen und Bauern im Kanton vertritt, die Lancierung einer Kulturinitiative beschlossen. Die Kanton Freiburg und Solothurn sollen folgen. Die Initianten können sich gute Aussichten auf Erfolg ausrechnen. Sie tun sich zunächst selbst einen Dienst, denn wenn die Bauern als Gesellschaftsschicht im Kanton noch eine Rolle spielen wollen, sind sie daran interessiert, ihre Lebensgrundlage zu erhalten. Sie tun aber auch allen andern einen Dienst, denn wir haben ein schöneres Leben in einer Landschaft, in welcher Stadtgebiete und größere Dörfer durch zusammenhängendes offenes Land ausgeglichen werden, als wenn wir aus Industriegebieten, Einkaufszentren, Straßen und Parkplätzen, Wohnblöcken und Einfamilienhaussiedlungen nicht mehr herauskommen.

Stagniert dann die Wirtschaft? Nein, aber sie muss qualitativ wachsen, auf derselben Fläche, mit derselben Energie und mit gleich viel Personal Mehrwert schöpfen, d.h. in erster Linie bessere, hochwertige Produkte herstellen und sie zu einem Preis absetzen, den die Käufer zu zahlen gewillt sind.

Stagniert dann die Wirtschaft? Nein, aber sie muss qualitativ wachsen, auf derselben Fläche, mit derselben Energie und mit gleich viel Personal Mehrwert schöpfen, d.h. in erster Linie bessere, hochwertige Produkte herstellen und sie zu einem Preis absetzen, den genug Käufer zu zahlen gewillt sind. Ungenutztes Industrielandreserven gibt es übrigens gemäß Brachenliste von Wüest & Partner eine ganze Menge, insgesamt etwa 1820 Hektaren in der Schweiz. Davon sind 1000 ha Industriebrachen im engeren Sinne, 220 ha Bahnbrachen, dazu kommen 88 ha Militärbrachen, 434 ha ausgemusterte Flugplätze und 83 ha andere Brachen. Davon sind
–   rund 235 ha Brachen im Kanton Bern (davon rund 100 ha Industriebrachen im engeren Sinne)
–   über 100 ha Brachen im Kanton Solothurn (davon rund 78 ha Industriebrachen im engeren Sinne).

Links zu den Industriebrachen:
–   Industriebrachen 2008: http://www.industriebrache.ch/brachenbestand
–   Industriebrachen in den Kantonen von WŁest & Partner (Diese Liste wird regelmäßig nachgeführt.)

Links zu Artikeln betreffend Kulturlandinitiative in der Presse finden sich im Blog.

Initiative Bern erneuerbar und Gegenvorschlag im Kanton Bern abgelehnt:
Nicht die Zielsetzung war falsch, sondern die Reihenfolge und der Weg.

Im Windschatten der nationalen Vorlagen zu neuen Verfassungsartikeln kamen auch die kantonale Volksinitiative Bern erneuerbar und der Gegenvorschlag des Großen Rates zur Abstimmung. Gegen die Zielsetzung ist an sich wenig einzuwenden, doch ist beiden Vorlagen erheblicher Widerstand erwachsen.