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ABSTIMMUNG ÜBER PROJEKTIERUNGSKREDIT UMFAHRUNG AARWANGEN

Verkehr / Landschaft / Finanzen / Aarwangen / Übersicht

EINE FEHLINVESTITION oder SCHWIMMT DER KANTON IM GELD?

Nun soll der Autobahnzubringer Oberaargau doch noch kommen, nur heißt er jetzt Verkehrssanierung Aarwangen. Diese lokale Umfahrungsstraße kostet 140 Millionen Franken. Bützberg und andere Dörfer haben auch viel Verkehr, doch dort hat sich der Kanton mit lokalen Maßnahmen, vor allem Inseln und Kreiseln zur Hebung der Sicherheit begnügt. Die nun präsentierte Lösung ist teuer und wird Aarwangen nicht den erhofften Nutzen bringen.

Der Kanton Bern bezieht heuer 1,211 Milliarden Franken aus dem Finanzausgleich des Bundes, senkt Steuern und zahlt seinen Angestellten im interkantonalen Vergleich verhältnismäßig niedrige Löhne. Da stellt dieses Projekt, das viel schadet und nichts bringt, quer in der Landschaft. Diese Umfahrungsstraße droht eine gewaltige Fehlinvestition zu werden.

Bei dieser "Sanierung" käme der Straßenneubau auf 100 Millionen Franken zu stehen, gut 30'000 Franken je Meter. Die wichtigeren Sanierungsmaßnahmen im Dorf Aarwangen selbst machen bloß die Hälfte dieses Betrages aus.


Quelle für die Karte:
https://www.be.ch/portal/de/index/mediencenter/medienmitteilungen.assetref/dam/documents/portal/Medienmitteilungen/de/2016/03/2016-03-31-bve-mitwirkungsbericht-oberaargau.pdf

Verhältnisblödsinn
Die geplante Umfahrungsstrasse wird vorrausichtlich rund 150 Millionen Franken kosten, selbst im günstigsten Falle mindestens 136 Millionen Franken. Aarwangen hat 4250 Einwohner, d.h. wir geben 32‘000 pro Einwohner aus. Wenn jeder Berner 32‘000 Franken an Infrastrukturinvestionen beanspruchen wollte müssten wir 32 Milliarden in Infrastruktur investieren. Wenn wir annehmen, dass ein etwa Sechstel der Bevölkerung von Aarwangen an der Strasse wohnt und davon direkt betroffen ist, geben wir sogar 200'000 pro Kopf aus.

Wer soll das bezahlen?
Der Kanton hält zwar einen Investitionsspitzenfonds von 280 Millionen Franken zur Deckung von Investitionsspitzen bereit, doch dieser reicht für die beiden Verkehrsprojekte im Oberaargau und im Emmental nicht aus.* Die beiden Großprojekte bringen Kosten von weit über 500 Millionen Franken.
Im Infrastrukturtopf stehen 2017 nur noch 456 Millionen zur Verfügung stehen - gegen 591 Millionen im Jahre 2010. Aber es gibt noch andere Investitionswünsche. Um Gelder aus diesem Topfe konkurrieren über 400 grössere und kleinere Projekte.

Überrissene Verkehrsprojekte - Leistungsabbau des Kantons überall sonst
Der Kanton Bern baut von 2017 an järhlich öffentliche Leistungen im Umfang von 300 Millionen ab, so Finanzdirektorin Beatrice Simon. Bereits seit 2013 gibt es Kürzungen für Behinderte und Alte. In den kommenden Jahren ist mit Abbau an den Schulen zu rechnen: weniger Lektionen und größere Schulklassen sowie Abstriche bei der Erziehungsberatung. Im öffentlichen Verkehr ist mit dem Ersatz von Bahnlinien durch Busbetrieb.

Mit Bundesgeldern darf nicht gerechnet werden!
Der Kanton Bern zählt auf Bundesgelder im Rahmen des Sechsspur-Ausbaus der Autobahn A1. Der Haken daran: Die Strecke Niederbipp–Langenthal erfüllt die Kriterien nicht und kann deshalb nicht ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden. Zudem erhebt der Kanton Solothurn Anspruch auf dieselben Bundesgelder.

Variante Null+ wäre zu haben, und schneller als die Umfahrung.
Die Variante «Null+», die rasche und effiziente Lösung, würde im Gegensatz zur Umfahrungsstrasse nur 50 Millionen kosten. Das wäre ein Drittel des veranschlagten Grossprojektes «Verkehrssanierung Aarwangen».
Darum ist das überrissene Projekt abzulehnen - es gibt nämlich dazu eine gute und günstige Alternative existiert?

*Zwischen Hasle b. Burgdorf und Lyßach.

 

 

VCS lehnt Verkehrssanierung Aarwangen-Langenthal Nord ab.
Pro Natura sagt nein zur Umfahrungsstraße Aarwangen.
www.luxusstrasse-nein.ch
Pro Velo sieht in der Vorlage keine Vorteile für Radfahrer und lehnt sie ab.
SP des Kantons Bern sagt deutlich nein zur "Verkehrssanierung Aarwangen".
Die Grünliberalen listen ihre Gründe zur Ablehnung der Luxusstraße im Oberaargau auf.
Grüne wollen keine Umfahrungsstraße Aarwangen - Langenthal Nord

http://www.spbuchsi.ch/index.php?id=1442
http://thunstettenbuetzberg.spbe.ch/index.php?id=3238

http://www.derbund.ch/bern/region/heute-traktoren-morgen-lastwagen/story/23944184
http://www.bernerzeitung.ch/region/oberaargau/Angst-um-die-Natur-im-Buetzbergtaeli/story/18261989